One down, x to go…

path_windowsphone

Eine Lücke weniger im App-Sortiment auf Windows Phone: Seit gestern befindet sich Path in der offenen Beta-Phase. Der erste Eindruck ist durchaus gemischt. Während die App für den engsten Freundeskreis optisch zu gefallen weiß, haben es nur die Basisfunktionen in den Funktionsumfang geschafft.

So kann man z.B. seine Freunde nicht informieren, welches Lied man eben hört oder welchen Film man gerade schaut. Direktnachrichten lassen sich auch nicht finden. Ebenso fehlt der Sticker-Shop – wobei sich das noch am ehesten verschmerzen lässt. Weniger gut verschmerzen kann ich den insgesamt sehr zähen Eindruck, den Path macht. Lange Reaktionszeiten trüben die Freude über die geschlossene Lücke.

Immerhin, die App ist da.

Smart Home – smart money?

nest

3,2 Milliarden Dollar. Für einen Thermostat-Hersteller. Mit insgesamt 2 Produkten. 3,2 Milliarden Dollar. Die Produkte sind also wohl nur nebensächlich in diesem Deal. Wer die Zukunft entscheidend mitgestalten will, muss in die Gegenstände des Alltags. Das ist Google diese Summe wert.

Quelle / Bild: nest.com

Path findet 25 frische Millionen

Path Shop

Mit dem Zuschuss aus Asien stellt sich Path breiter auf, überlegt aber immer noch laut, wie aus dem Privatnetzwerk ein Geschäft zu machen ist:

[blockquote source=”Path CEO Dave Morin (via Re/Code)”]We’re a maturing business, but still a kid. But I think we have grown up a lot over the last year and learned a lot of lessons, even though they were not necessarily easy ones.[/blockquote]

Mit der Premium-Fassung oder Stickern zum kaufen sind wohl nur erste Schritte getan, die knapp 23 Millionen Nutzer zu monetarisieren.

Wo geht’s hin, Windows Phone?

wp_nokia_apps

Rund um Microsofts Kachel-OS ist es zur Zeit ziemlich spannend. Underdogs (wenn auch selbstverschuldet) sind auf meiner Sympathieskala immer weit oben, aber wer hätte gedacht, dass man sowas mal über Microsoft und Nokia sagen würde… Und tatsächlich scheint es Stück für Stück nach vorne zu gehen. Bevor jetzt also Microsoft sich seinen wichtigsten Partner Nokia einverleibt, sehen wir uns den Stand der Dinge an.

Nokia hat – nicht nur gefühlt – Windows Phone im Alleingang aus dem finstersten Keller geholt, die Finnen haben maßgeblich bei Entwicklern gedrängelt und diese auf die vereinsamte Plattform geholt, selbst an vielen Details geschraubt und sich dazu mit einer großen Modellpalette vor allem am unteren Rand und oberen Rand des Marktes platziert. In Europa reicht das mittlerweile für 10% Marktanteil, in den USA hat sich das Kuchenstück gegenüber letztem Jahr auf knapp 5% ebenfalls verdoppelt.

Seit kurzem verrichtet hier das Lumia 925 mit frischem Black Update seinen Dienst – endlich lassen sich z.B. Apps in der Übersicht schließen oder Ordner (wenn auch irgendwie unnatürlich) anlegen. Und trotzdem fehlt noch immer einiges zum absoluten Smartphone-Glück: Das Lumia dient hier als Zweittelefon und integriert sich nahezu nahtlos in den Großteil der täglichen Aufgaben: Mails und Kalender reden problemlos mit Google & Co. und sind mit den verwendeten iOS- und Android-Geräten synchron. Skype, Twitter, Foursquare, Facebook – kein Problem. Bei Google+ fehlt mir vor allem Hangouts, auch bei Path muss das Nokia noch passen, zumindest hierfür ist ja eine Lösung in Sichtweite.

Wo steht Windows Phone also in diesen Tagen? Positiv gesagt, hat Nokia es geschafft, die Kohlen aus einem Feuer zu holen, das schon so gut wie aus war. Neutral gesagt, hat Windows Phone seinen dritten Platz im OS-Ranking festigen können und kann in manchen Märkten iOS schon in den Verkaufstabellen überholen. Negativ gesagt, fehlen Basisfunktionen im OS genau wie Apps im Windows Phone Store noch an allen Ecken und Enden.

Für mich überwiegt das Positive, der Plattform traue ich mittlerweile wirklich zu, eine wichtige Rolle zu spielen. Ob Nummer zwei oder drei im Markt, spielt dabei keine Rolle. Und der Kunde hat Auswahl – noch was Positives. Microsoft muss zeigen, ob es den erfolgreichen Weg, den Nokia beschritten hat, fortführen kann.